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Zucht

Mit beenden der Winterruhe wird die Paarungszeit eingeleitet. Die Männchen machen dies sehr deutlich. Ihr Territorialverhalten ist so stark ausgeprägt das man manchmal den Eindruck hat (oder es ist so) als ob sie einem als Pfleger drohen. Dieser Umstand macht das hantieren im Terrarium zu dieser Zeit nicht ganz einfach. Die Reaktionen eines Männchens in dieser Zeit sind kaum einzuschätzen.
Das Territorialverhalten der Männchen macht sich in dieser Zeit vor allem durch ausgiebiges Kopfnicken deutlich. Die Weibchen reagieren durch beschwichtigendes Armwinken (hierbei wird der Arm im Schultergelenk entlang der Körperachse gedreht), oder durch langsames nicken des Kopfes.
Bei der Paarung verbeißt sich das Männchen im Nacken bzw. Hinterkopf/Schulter. Nicht immer verläuft dieser Nackenbiss erfolgreich. Ist er erfolgreich versucht das Männchen seinen Hemipenis in die Kloake des Weibchens einzuführen. Dies versucht er indem er mit seinem Schwanz (durch drücken und rütteln an der Schwanzbasis des Weibchens) das Weibchen anregt ihren zu heben. Danach führt er seitlich liegend mit gehaltenem Nackenbiss seinen Hemipenis ein. Die Paarung wird in der Literatur mit 30-60 sek. Angegeben.
Nach einer erfolgreichen Paarung sind Bartagamen ca. 3-4 Wochen, maximal 7 Wochen trächtig.

Mit zunehmender Trächtigkeit nehmen die Tiere immer mehr an Körperfülle zu.
Die Eier sind nun deutlich im Bauchraum zu erkennen und können ertastet werden.
Das Trächtige Weibchen braucht in dieser Zeit eine besondere Auswahl an Futter, als auch Zugaben von Vitaminen(Kalzium). Außerdem benötigt das Weibchen mehr Wärme, diese Wärmepunkte sollte das Tier leicht erreichen können. Das Weibchen wird in dieser Zeit auch weniger fressen trotzdem müssen Sie dem Tier täglich Futter anbieten am besten das Lieblingsfutter. Zudem sollte immer Wasser angeboten werde. Ganz wichtig ist der Umgang mit dem Tier in der Trächtigkeit. Fassen sie das Tier beim Herausnehmen jetzt nicht mehr am Bauch an, da sie sonst die Eier beschädigen könnten.

Nestbau
Zwerg Bartagamen sind Nestbauer. Die Sandhöhe im Terrarium sollte mindestens 20cm betragen, außerdem sollte die Stelle ständig befeuchten sein das der Bau nicht zusammenfällt. Fängt das Weibchen nach längerer Zeit nicht an mit der Eiablage sollten sie sofort einen Tierarzt aufsuchen, da das Tier unter Legenot leiden kann und daran sterben kann.

Eiablage
Hat das Tier die Eier abgelegt, müssen die Tiere nach spätestens 24 Stunden in einen Inkubator überführt werden. Die Eier dürfen jetzt nicht mehr gedreht werden das sonst der Embryo absterben kann.

Inkubation
Schalten Sie den Inkubator schon einige Zeit vor der Eiablage ein um die nötig Temperatur zu erreichen. Füllen sie die Kunststoffdosen (am besten Heimchen Boxen) mit Vermiculit (Vermiculit ist ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Silikate.) und legen sie die Eier zur Hälfte in das befeuchtete Vermiculit. Dieses muss ständig befeuchtet sein. Überprüfen sie dies am besten täglich. Die Bruttemperatur sollte zwischen 27-29°C betragen. Nach etwa50-70 Tagen fangen die Bartagamen an zu schlüpfen. Der Schlupfvorgang kann einige Stunden dauern, helfen sie dabei dem Tier nicht. Überführen Sie die Kleinen in einen Behälter mit Küchencrepe oder Zeitungspapier als Bodengrund bis sich die Bauchdecke geschlossen hat. Danach könne die Jungen in ein Terrarium mit den gleichen Temperaturbedingungen wie die Elterntiere. Achten sie bei den Jungtieren auf eine ausreichende Kalzium Versorgung.


 
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